Trotz der populären Kampagnen gegen alle Formen der Ungerechtigkeit, lässt sich entweder kein oder kaum ein Unterschied der Westlichen Kultur des Gebens mit der Linken und des Nehmens mit der Rechten Hand erkennen. Einige, der durch diese Kampagnen korrigierten Gesetze scheinen einen Erfolg darzustellen, jedoch sind sie realistisch betrachtet nur eine geschönte Ungerechtigkeit.
Obwohl es für einige linke Gruppierungen schockierend wirkt, ist das was uns von ihnen unterscheidet, dass wir im Gegensatz zu ihnen keine Kompromisse um die Menschenwürde eingehen.
Wenn wir gegen unfaire Gesetze kämpfen, erwarten wir keine Solidarität, welche der Grenze, die uns einschränkt, nur einen neuen Namen gibt.
Diskussionen über die Mobilisierung von Unterstützung der Selbstbestimmung der Opfer endeten stets in Konflikten, da wir als hilflos angesehen wurden ohne die Möglichkeit für uns selbst zu kämpfen. Dank dem Karawane Festival, war es möglich alle Konfliktgruppen zu vereinen und den aktiven Kampf, auch den gegen unsere Differenzen, zu feiern. Das Festival gab den Raum einen neuen gemeinsamen Kurs zu besprechen und es gab der Idee einen Ausdruck, wie wir uns als selbst entscheidende und handelnde Opfer sehen sollten. Aus den praktischen Erfahrungen der Opfers ist zu erkennen, dass die Unterstützung von Einzelnen meist positiver ausfällt als diejenige, welche diese Personen im Namen ihrer Gruppen ausführen, gebunden an ihre eigene kompromisslerischen Arbeitsweisen, welche in ihrer Art den Augen des Gesetzes gefallen.
Flüchtlinge werden oft in den Schlagzeilen der Medien benutzt, um das Image des vermeintlichen sozialen Wohlfahrtsstaats vorzutäuschen, anstatt die Wahrheit darzustellen. Die unterstützenden Gruppen versuchen mit neuen Interpretationen der Gesetze vielmehr diese zu verschleiern, als zu verstehen wofür sie stehen.
Wir sind die Leidtragenden, wir tragen das gesamte Risiko bei dem Kampf gegen Abschiebung und andere Instrumente der Ungerechtigkeit. Unser Kampf wurde zur Strategie für politische Kampagnen und den Verleihung heroischer Auszeichnungen, während wir als Opfer keine Anerkennung unserer Selbstbestimmung erhalten. Darüber hinaus sind dieselben Gesetze, die wir abschaffen wollen, unter anderem durch die Zustimmung dieser Gruppen entstanden. Wem können wir nun vertrauen? Anwälten, Staatlichen Behörden, Nicht-Regierungs-Organisationen oder anderen. Dies bedeutet nicht, dass die Funktion dieser Gruppierungen heruntergespielt werden soll, aber es muss klar sein, dass der Kampf gegen Koloniale Ungerechtigkeit, ohne die Miteinbeziehung der Opfer, den momentanen Zustand erhält und sich nichts ändert. Der Kampf gegen die Ungerechtigkeit hat mehr mit echten Gefühlen als mit einem theoretischen Ausdruck zu tun.

Unterstützt dem Kampf um Selbstbestimmung!
Unterstützt den Ruf nach Selbstorganisation der Flüchtlinge!

The VOICE Baden Württemberg

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